SpotInfo

Die gesamte brasilianische Ostwestküste ist wie gemacht fürs Kiten. Perfekte Windbedingungen von Mitte Juni bis mindestens Mitte Januar und endlose Strände lassen jedes Kiterherz höher schlagen.

Wir können da sogar noch einen draufsetzen: Auf der Ilha do Guajirú findest du die größte Flachwasserlagune in Nordostbrasilien direkt vor der Haustür. Während du an anderen Orten noch dein Kitegear auf den Buggy lädst, kannst du dich hier auf ca. 2,5 km² nahezu glattem Wasser von früh bis spät austoben. Durch die - noch - geringe Anzahl an Übernachtungsmöglichkeiten wird es hier selbst in der Hauptsaison niemals voll auf dem Wasser. Hier machst du deinen Trick, wann immer und wo immer du willst. Die Lagune wird durch eine ca. 50 - 100 m breite Sandbank vom Meer getrennt.

Unser Beachplace liegt am Hauptspot und der breitesten Stelle der Lagune. Die Windrichtung ist immer Nordwest, also fast parallel zum Strand. Dies hat den Vorteil, dass ihr einerseits die komplette Breite der Lagune nutzen könnt und, falls mal der Trick nicht klappt oder der Sprung doch etwas zu hoch und zu weit war, ihr nur ein Stück weiter nach Lee getragen werdet. Der leichte Onshoreteil bringt euch aber auch im schlimmsten Fall immer wieder leicht zurück ans rettende Ufer.

Überhaupt gibt es weltweit wohl keinen sichereren Spot. Mit der Begrenzung nach allen Seiten kann dir einfach nichts passieren und da du beim Fahren immer das Ufer siehst, entsteht erst gar nicht das Gefühl allein auf weiter See zu sein.

Selbst herrenlose Kites oder verlorene Boards verlassen die Lagune nicht und werden in der Regel von einem der netten Fischer spätestens am nächsten Tag gefunden.

Da die Lagune im Norden zum Meer offen ist, ist sie natürlich auch gezeitenabhängig, d.h. bei High Tide ist sie breiter, während bei Low Tide nur noch ein recht schmaler Streifen zur Verfügung steht. Der südlich gelegene Teil der Lagune hat gezeitenunabhängig immer genügend Wasser zum Kiten. Für unsere Gäste ist der Shuttle zur Lagune und zurück kostenlos.

Dann ist die Zeit gekommen für eine Erholungspause, einen Snack an der Bar oder um einen kurzen Downwinder (ca. 1,5 km) zum Anfang der Lagune. Denn auch hier findest du perfekt glattes Wasser, viel Platz und einen riesigen Stehbereich vor. Danach einfach wieder aufkreuzen (die Strömung hilft dir dabei) oder, wenn das noch nicht klappt, fahren wir dich auch gerne im Pick Up zurück.

Obwohl die Sonne hier früh untergeht und die Dunkelheit sehr schnell einbricht, kannst du durch die besonderen Gegebenheiten der abgeschlossenen großen Lagune bei uns auch völlig problemlos in den Sonnenuntergang hinein (und ein wenig darüber hinaus…) kiten.

Kitegear

Wir haben hier starken Wind, sodass ihr insbesondere bei einer Anreise zwischen Mitte August bis Mitte Oktober den 5er für Mädels und den 7er Kite für Jungs nicht vergessen solltet. Den 12er oder größer könnt ihr in dieser Zeit getrost zuhause lassen. Dies ist natürlich nur eine grobe Empfehlung, ein Richtwert, denn bei Wind und Kitegröße hat ja jeder auch seinen eigenen Geschmack.

Gewicht könnt ihr, dank unseres Kompressors bei der Kitepumpe einsparen. Auch große bzw. Leichtwindboards würdet ihr nur unnötig hin und her befördern.

Du möchtest dir nicht extra für Brasilien einen kleinen Kite kaufen? Und denkst, dass du mit dem 9er schon klar kommst? Auch kein Problem, wenn der Wind dann doch mal zu stark ist, haben wir natürlich Schirme, genauso wie Schuhe und Lycras bei uns im Verleih bzw. Verkauf.

Solange du noch nicht die überwiegende Zeit auf dem Board verbringst, raten wir zum Tragen von Neo Schuhen. Ganz frei von Muscheln oder Steinen ist die Lagune leider nicht. Für den erfahrenen Kiter ist das kein Problem (draggen statt laufen) – hier zieht niemand Schuhe an, jedoch, wenn du oft läufst, kannst du doch mal von einer scharfen Muschel oder einem Stein überrascht werden. Und einmal kann schon zu viel sein.

WIND & WETTER

Bei gerade mal ca. 3° südlicher Breite – also fast direkt am Äquator – findest du hier die perfekten Kitebedingungen. Sonne, warmes Wasser und nicht zuletzt der scheinbar nicht endende Wind. Zwischen Mitte Juni und Mitte Januar bläst der Wind absolut zuverlässig jeden Tag von morgen bis tief in die Nacht. Bei Windgeschwindigkeiten zwischen 5 und 7 Beaufort entscheidet selbst bei dem Eifrigsten unter euch nur die eigene Kondition, wie viele Kitesessions in den Tag passen bzw. wie ausgedehnt diese sind. Da der Wind unser ständiger Begleiter ist, bleibt es auch trotz der recht hohen Temperaturen immer angenehm. Diese ändern sich hier fast das ganze Jahr nicht; tagsüber ist es ca. 29°C ± 2°C, und nachts etwa 25°C ± 2°C. Bei Wassertemperaturen um 27°C macht es auch nichts aus, mal einen Trick nicht zu stehen. Entgegen der vorherrschenden Meinung ist der Wind in den Monaten August bis Oktober am stärksten. Ein grober Richtwert für die richtige Kitegröße ist deshalb ein 5er/6er Kite für die Mädels und ein 7er/8er für die Jungs. Ab November ist meistens auch ein 8er oder 9er ok.

In den Morgenstunden zwischen 6:00 Uhr und ca. 10:30 Uhr und nach 17:00 Uhr ist der Wind meist etwas schwächer als am Rest des Tages. Hier darf der Kite dann auch gern mal eine Nummer größer sein.

Sonne: Die Sonne ist hier schon etwas stärker als gewohnt, deshalb auch an ein Lycra zum Schutz vor Sonnenbrand denken. Auch Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor wird immer gerne vergessen.

WISSENSWERTES

Geld: In Brasilien bezahlt man in Real. Der Umrechnungskurs liegt bei ca. 4 (1€ = 4 R$). Bei uns könnt ihr sowohl in Euro, Dollar als auch in Real bezahlen. Cash bekommst du an Geldautomaten mit deiner Kreditkarte direkt am Flughafen und in dem ca. 4 km entfernten Itarema. Die Geldautomaten in Itarema sind häufig leer oder geben nur kleine Beträge aus. Wir empfehlen euch deshalb, Geld am Flughafen zu beziehen. Fragt bei eurer Bank vorher nach eurem Abhollimit für Brasilien. Manche Banken haben dies standardmäßig sehr weit herabgesenkt. Klärt zudem ab, ob das Geoblocking für Brasilien inaktiviert ist. Wenn es noch aktiv ist, könnt ihr in Brasilien kein Geld beziehen. Real schon in Deutschland zu besorgen, ist aufgrund des schlechten Wechselkurses nicht zu empfehlen.

Einreise: Für die Einreise nach Brasilien benötigst du einen gültigen Reisepass (Gültigkeit mind. 6 Monate). Bei einem Aufenthalt bis zu 90 Tagen ist kein Visum erforderlich. Ein Rückflugticket muss vorgelegt werden.

Stromversorgung: Das Stromnetz hat wie in Deutschland 230V/50Hz. Für Stecker mit Erdung (rund) ist ein Adapter erforderlich. Flache Stecker sind direkt verwendbar.

AUSFLÜGE

Einen Eindruck von Land und Leuten erfährst du bei einem kleinen Abstecher zum ca. 4 km entfernten Itarema. Das recht ursprüngliche, saubere Städtchen (ca. 30000 Einwohner) zeigt dir das wahre Brasilien. Hier gehen die Uhren etwas anders, morgens um 6 sind schon alle Geschäfte geöffnet und bereits viele Einheimische auf den Straßen. Besonders dienstags, denn dann ist hier Markt. Diesen sollte man auf jeden Fall einmal miterleben. Auch wenn die angebotenen Waren – von Kleidung, Haushaltsartikel, Werkzeug über Krimskrams bis hin zu Lebensmitteln – meist nicht den Geschmack des Normaltouristen treffen, ist doch die Andersartigkeit belebend und faszinierend. Auch ansonsten geht es hier recht laut und quirlig zu. Abgesehen von der Mittagsruhe natürlich, die ist hier zwischen 12 und 15 Uhr.

Besonders an Wochenenden und Feiertagen wird in den einfachen Clubs der Stadt gefeiert. Zwei- bis dreimal im Jahr gibt es mehrtägige große Feste mit angesagten nationalen Forró-Bands. Dann versammeln sich bis zu 30000 Menschen aus den umliegenden und auch etwas weiter gelegenen Orten. Es wird bis zum Sonnenaufgang in voller Lebensfreude gefeiert.

Besonders zu empfehlen ist auch ein Trip ins ca. 120 km entfernte Jericoacoara. Inmitten einer naturgeschützten Dünenlandschaft ist ein Örtchen entstanden, das weltweit wohl einzigartig ist. Sei es der Strand, der vor einigen Jahren vom National Geographic unter die zehn schönsten der Welt gewählt wurde, die berühmte Sunset-Düne, welche allabendlich hunderte Touris und Einheimische erklimmen, um den perfekten Sonnenuntergang mit ihrer/m Liebsten zu genießen oder das legendäre Nachtleben, welches erst in den frühen Morgenstunden endet. Ganz abgesehen von den tollen Capoeira Darbietungen (brasilianischer Kampftanz), den supernetten Caipibuden am Strand oder den Spaziergängen zum Pedra Furada, dem Wahrzeichen Jeris. Auch das ein oder andere wirklich hübsche Souvenir findet man hier wohl am besten.

Der ehemalige Hippieort hat sein Flair trotz des steigenden Tourismus gewahrt und ist auf jeden Fall sehenswert.

Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann auch noch weiterziehen nach Barra Grande, zum noch recht ursprünglichen Macapa, nach Atins, zum Nationalpark Lençóis Maranhenses (Bettlaken von Maranhão), nach Sao Luis oder natürlich auch gen Süden, um Städte wie Salvador da Bahia oder Recife zu erkunden. Deinem Entdeckergeist sind hier keine Grenzen gesetzt.

Bei Interesse könnt ihr uns gerne jederzeit ansprechen bezüglich Organisation, Transfer etc.